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Nationalsozialismus hatte auch mit wirtschaftlicher Ausbeutung zu tun

 

Termin: 01. Oktober 2011

 

Ort: Nürnberg und Flossenbürg

 

In der Nacht vom 9. auf den10. November 1938 brannten in Deutschland jüdische Synagogen, aber auch Geschäfts- und Wohnhäuser. Seit vielen Jahren finden deshalb in der Gedenkstätte ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg von Gewerkschaftsjugendlichen und Schülerinnen und Schülern aus beruflichen und allgemeinbildenden Schulen in Nordbayern gemeinsam vorbereitetet und durchgeführte Gedenkveranstaltungen statt.

 

Neben ethischen und politischen Fragen kommen dabei manchmal ökonomische Fragestellungen zu kurz.

 

Das ehemalige Konzentrationslager in Flossenbürg brachte für die kleine Oberpfälzer Gemeinde einen enormen Modernisierungsschub wie erstmals Kino und Arzt vor Ort. Aber die Häftlinge waren auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. In den Granitsteinbrüchen wurden die Steine für die überdimensionierten Führerbauten in Nürnberg gebrochen, in den Sicht- und Zerlegebetrieben wurden beschädigte Flugzeuge demontiert und zu neuen Kampfmaschinen zusammengeschraubt, nachdem dies in Regensburg durch die Tagesangriffe der Alliierten zu gefährlich geworden war. Manch ein Zwangsarbeiter hat das „Glück“ bei einer Bäuerin auf dem Hof helfen zu dürfen, deren Männer sich für „Volk und Führer“ an der Front befanden.

All diese Aspekte können in Nürnberg und Flossenbürg besprochen werden.

 

Teilnahmebedingungen auf Anfrage